Genugtuung oder Mit-Gefühl – und der rennende Vater

Photo: Aaron Burden/ unsplash Wie reagieren, wenn ein Mitmensch (viel zu) lange an irrigen Annahmen, Verschwörungstheorien oder destruktiven Verhaltensweisen festgehalten hat, und dann eines Tages merkt, dass er auf dem falschen Dampfer ist. Ich glaube, dass es eine sehr menschliche und die überwiegende Reaktion ist, innerliche Genugtuung zu empfinden und auszudrücken. Der "Siehste!" oder "Hab…

Nina – Nach, trotz und während Corona – Gott sei Dank #2

Photo: Nina Der heutige Gastbeitrag wurde von Nina geschrieben. Ich habe Nina im Jahr 2013 kennengelernt, kurz nachdem wir nach Flensburg gezogen waren und unsere Stelle als Pastoren hier angetreten hatten. Nina war damals 18 Jahre alt, und sie war sehr schüchtern und sagte fast nie etwas. Ich habe damals eine tiefe Traurigkeit in ihr…

Der die Namenlosen sieht

Man kann sie so leicht übersehen, die namenlosen Frauen, die mit Jesus unterwegs waren. Er hatte sie von bösen Geistern befreit, und von Krankheiten geheilt. Sie folgten ihm, wohin er ging. Sie blieben treu, und auch sie beteten und warteten auf die Taufe mit dem Heiligen Geist, weil er es ihnen versprochen hatte. Mich beeindruckt…

Von Krüppeln und Königssöhnen

Von Krieg und Flucht, Hass und Liebe, Abstieg und Aufstieg, Minderwertigkeit und Würde, Feindschaft und Freundschaft, handelt diese Geschichte. Alles beginnt mit einem fünfjährigen Jungen. Einem Prinzen. Sein Vater Jonathan ist ein Prinz und sein Großvater Saul ist der König. Der fünfjährige Merib-Baal bekommt das Selbstbewusstsein eines Prinzen in die Wiege gelegt. Er wächst im…

Was würdest du tun, wenn du unbegrenzt Geld zur Verfügung hättest?

In der Seelsorge ist diese Frage eine Möglichkeit, um zu sehen, was einer Person wirklich wichtig ist. Was sie sich ersehnt. Wonach sie strebt, weil sie oder er der Meinung ist, dass damit oder dort das Glück zu greifen wäre. Die Grundmotivation und die inneren Ziele eines Menschen werden sichtbar, wenn diese Frage ehrlich und…

Immer her mit den Tränen

"Entschuldigung, ich wollte eigentlich nicht weinen." Diesen Satz höre ich immer wieder. In der seelsorgerlichen Begegnung, im Gespräch zu zweit oder in kleinen Gruppen. Es ist uns peinlich, wenn die Tränen so plötzlich kommen. Wir erleben das als Kontrollverlust, und wir schämen uns. Manche haben als Kind den Satz: "Indianer kennt keinen Schmerz!" gehört, wenn…